Steuer: Zinke redet Unterrichtsausfall schön
Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sascha STEUER, erklärt:
„Der Unterrichtsausfall ist in Berlin nach wie vor hoch. Es mussten mehr Stunden vertreten werden als in den letzten fünf Jahren. Dies ist das Ergebnis der planlosen Einstellungspolitik des Senats.
Anstatt die Schulen zu Beginn eines Schuljahres und des Halbjahres mit 100 Prozent auszustatten, wird der Personalmangel in Kauf genommen und nur schleppend auf Defizite reagiert, indem Personal hin und her geschoben wird. Gleichzeitig werden die Zustände schöngeredet. Im Hauptausschuss erklärte Staatssekretärin Zinke noch am vergangenen Mittwoch schriftlich: "Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Unterrichtsversorgung gesichert ist." (http://www.parlament-berlin.de/ados/16/Haupt/vorgang/h16-1793.B-v.pdf). Was für ein Hohn angesichts des Unterrichtsausfalls und der Vertretungen, die häufig nichts anderes als Beschäftigung sind. So ist bekannt, dass sogar Kita-Erzieherinnen Unterricht vertreten, damit er nicht ausfällt. Fachfremde Vertretungen sind längst Normalität.
Aus einer neuen Vorlage des Hauptausschusses geht außerdem hervor, dass aufgrund der steigenden Zahl der Pensionierungen in den kommenden Jahren jährlich 1.300 Lehrkräfte ausscheiden (http://www.parlament-berlin.de/ados/16/Haupt/vorgang/h16-1792.B-v.pdf), an den Berliner Universitäten aber nur 1.000 Studienplätze zur Verfügung stehen werden.
Wenn Berlin nicht schnell attraktiv wird, wird bald noch mehr Unterricht ausfallen. Um die Pensionierungswelle ab 2012 aufzufangen, müssten sofort alle Absolventen fest eingestellt werden." |